Das Geschäftsjahr 2002
     

Aus den Umsatzzahlen für die Binnenhafen Anklam GmbH geht hervor, dass die Zielstellung von 166 Kt Gesamtumschlag mit 144,43 Kt nicht erreicht werden konnte. Das entspricht einer Differenz von 22,57 Kt = 14 %. Bei der Befahrbarkeit der Wasserstraßen gab es in den Monaten Januar und Dezember 2002 wegen Eisbildung erhebliche Einschränkungen. Erst am 28. Januar konnte das erste Schiff im Hafen gelöscht werden und ab dem 10. Dezember war wiederum keine Schifffahrt möglich. So wurde in den ersten 3 Monaten, besonders in den Monaten Febraur und März, nur ein Schiffsumschlag von 13,87 Kt getätigt. Besonders im Getreideumschlag, der durch die Firma HaGe Nordland durchgeführt wird, gab es einen Rückgang um 61,6 Kt.
in den ersten drei Monaten wurde, bedingt durch den umsatzschwachen Januar, ein Minusergebnis erzielt. Damit erwies sich das erste Quartal 2002 als Schwachpunkt im Umschlag. Ein guter Überschuss konnte im Monat Juni erwirtschaftet werden. In den anderen Monaten schwankten die Ergebnisse, so dass der Binnenhafewn Anklam nur von einem schwachen Jahr sprechen kann.
Dieses Ergebnis resultiert hauptsächlich aus der mangelnden Kranvermietung und dem Rückgang des Schiffsumschlages im Hafen Anklam.
Bei der Kranvermietung gab es nach dem großen Einbruch im Vorjahr nur eine geringe und unwesentliche Steigerung. Mit der Krantechnik und dem Personal waren wir auf Baustellen in folgenden Orten:

  • Wismar
  • Wiek (Rügen)
  • Hamburg
  • Magedeburg
  • Hohenwarthe
  • Malchin

Im Laufe des Jahres gab es aber immer wöchentliche Unterbrechungen bzw. wurden in den Monaten September und Oktober keine Krane vermietet, deshalb konnte man von keiner kontinuierlichen Kranvermietung sprechen, was sich auch in den Umsatzzahlen widerspiegelt. Die allgemeine Auftragsflaute in der Bauwirtschaft hatte auch in diesem Jahr Auswirkungen auf den Umsatz und letztendlich auf das Betriebsergebnis der Firma.
Durch den Binnenhafen selber (Eigenumschlag) wurde im Hafen Anklam ein Ergebnis von 24,15 Kt Schiffsumschlag und 42,4 Kt Waggonumschlag (Summe 66,55 Kt) erzielt. In den drei Häfen insgesamt wurde von uns ein Schiffsumschlag von 48,88 Kt getätigt. Nur das Jahr 2000 mit 68,77 Kt liegt im Vergleich der letzten vier Jahre höher (2001=41,9 Kt, 1999=46,78 Kt). Der Umsatz betrug in diesem Jahr 368 TEur und der Gesamtumsatz aller Erlöse 397 TEur. Umgerechnet auf DM (1,95583) betrugen die Erlöse 776 TDM, was eine Steigerung um 66 TDM gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Damit ist gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses sichtbar.
im Jahr 2002 wurden in den drei von der GmbH bewirtschafteten Häfen (Anklam, Demmin, Jarmen) folgende Güter umgeschlagen:

   
Dünger
43.083,55 t
 
Getreide
18.815,21 t
(Anklam)
Baustoffe
64.956,86 t
 
Steine
803,42 t
 
Schrott
14.564,20 t
 
Sonstige
1.216,29 t
 

 
 
143.439.53 t
 
Eine geringe Steigerung gab es in diesem Jahr beim Düngerumschlag. Der Umschlag von Getreide im Hafen Anklam sank aufgrund veränderter Transportwege durch die Firma HaGe Nordlan von 81,27 Kt auf 18,81 Kt.
Im hafen Jarmen gab es einen geringen Rückgang bei Dünger, jedoch nur auf einem niedrigen Niveau, auf 4,44 Kt. Im Hafen Demmin konnte der Güterumschlag, besonders von Dünger, verdoppelt werden. Er stieg von 1037 Kt auf 20,09 Kt.
Eine große Steigerungsrate gab es in Anklam beim Umschlag von Baustoffen in Form von Splitt mittels Waggon aus dem Leipziger Raum. Insgesamt wurden ab März 2002 fast 64 Kt von einer Fremdfirma oder in zunehmendem Maße durch die Mitarbeiter des Hafens umgeschlagen. Damit erwies sich der Splittumschlag als wichtiges Umschlaggut in diesem Jahr und sicherte dem Hafen eine kontinierliche Erlöseinnahme.