Das Geschäftsjahr 2003
     

Im Jahr 2003 konnten wiederum die Planzahlen für den Umschlag und die Kranleistungen nicht erreicht werden. Lässt man die Zahlen für den LKW-Umschlag unberücksichtigt, weil diese in den Jahren zuvor nicht erfasst wurden, kann man nur von einem Umschlag in den drei Häfen von 85,89 Kt ausgehen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (143,44 Kt) einem Rückgang von 57,55 Kt = 59,9%. Damit ist das Jahr 2003 im Umschlag das Schlechteste seit der politischen Wende 1990.

Als Ursache für diese Entwicklung kann man die allgemein schlechte Lage in der gesamten Wirtschaft Deutschlands und die Lage des Hafens Anklam in einer noch entwicklungsfähigen Region ansehen. Es gibt aber auch weitere Ursachen, die im Folgenden analysiert werden. Im ersten Quartal des Jahres fand wegen anhaltendem Frost und Eisbildung auf der Peene und dem Oberhaff fast kein Schiffsverkehr statt. Erst am 21.März brachte das erste Schiff eine Ladung von 207 t Dünger. Zwischenzeitlich wurden Ende Januar (Tauperiode) und Anfang März viele Düngerladungen, die für diese Region bestimmt waren, über den Hafen Schwedt gelöscht, da die Peenehäfen noch nicht eisfrei waren.

Im ersten Quartal konnte noch Dünger per Waggon (2,71 Kt) sowie per Schiff im Hafen Demmin (1,65 Kt) umgeschlagen werden.
Außerdem wurden durch die Kranvermietung noch fast 16 TEuro Erlöse erzielt. Trotz alledem reichten die Erlöse im 1. Quartal nicht aus, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

 

Im Jahr 2003 wurden in den drei von der GmbH bewirtschafteten Häfen (Anklam, Demmin, Jarmen) folgende Güter umgeschlagen:

 

   
Dünger
43.458,36 t
 
Getreide
10.111,69 t
(Anklam)
Baustoffe
19.575,92 t
 
Schrott
11.518,56 t
 
Sonstige
1.226,00 t
 

 
 
85.890,53 t
 

 

Der Umschlag von Dünger ist gegenüber dem Vorjahr (43,08 Kt) konstant geblieben. Aufgrund veränderter Transportwege und Marktstrategien durch die Firma Ha Ge Nordland sank der Getreideumschlag im Hafen Anklam von 18,8 Kt auf 10,11 Kt. Im Jahr 2001 betrug er noch 81,2 Kt. Im Hafen Jarmen gab es eine geringe Steigerung bei Dünger, jedoch nur auf niedrigem Niveau, auf 5,49 Kt. Im Hafen Demmin gab es einen Rückgang von 2,87 Kt auf immerhin noch beachtliche 17,22 Kt Dünger. Auf dem Wasserweg wurde nur eine geringe Menge Baustoffe (0,25 Kt) transportiert bzw. umgeschlagen. Beim Umschlag von Baustoffen in Form von Splitt mittels Ganzzügen aus dem Leipziger Raum gab es einen erheblichen Rückgang um 44,37 Kt (Vorjahr 63,69 Kt; 2003 19,32 Kt). Das Asphaltmischwerk in Woserow litt in diesem Jahr unter Auftragsmangel und war nicht ausgelastet. Bei der Kranvermietung, wiederum hauptsächlich über die Firma Neidhardt Grundbau in Hamburg, gab es gegenüber vom Vorjahr nochmals einen Rückgang um 12,8 TEuro. Damit hat die Kranvermietung als zweites Standbein der Firma wohl ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Mit unserer Krantechnik waren wir in diesem Jahr auf folgenden Baustellen: Wismar, Malchin, Düsseldorf, Hohenwieschendorf und Bremerhaven.

 

Im Laufe des Jahres gab es keine kontinuierliche Vermietung der Krantechnik, sondern immer wieder wöchentliche Unterbrechungen. Von Mitte Juli bis Ende September und ab dem 22.10.03 fand keine Kranvermietung statt. Die allgemeine schlechte Auftragsflaute in der Bauwirtschaft hatte auch in diesem Jahr Auswirkungen auf den Umsatz und letztendlich auf das Betriebsergebnis der Firma. Durch den Hafen selber (Eigenumschlag) wurde im Hafen Anklam ein Ergebnis von 14,59 Kt Schiffsumschlag und 17,41 Kt Waggonumschlag erzielt. Der Rest in Form von Splitt wurde von einer Fremdfirma im Auftrag des Kunden umgeschlagen. In den drei Häfen wurde insgesamt von uns ein Schiffsumschlag von 37,3 Kt getätigt. Dies ist die geringste Umschlagsmenge im Eigenumschlag seit fünf Jahren. Man kann auch hier von einem Tiefpunkt sprechen. Der Umsatz betrug in diesem Jahr nur 258,36 TEuro und der Gesamtumsatz aller Erlöse 274,34 TEuro. Das ist ein Rückgang von 122,36 TEuro bzw. 31% gegenüber dem Vorjahr. Damit sank der Umsatz in den letzten drei Jahren gegenüber dem Jahr 2000 um fast 45%.